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Neue Orthophotos vom Dachsteingebiet

Im Juli und August 2015 wurde unser Krippenstein-Gebiet überflogen. Also genauer gesagt, wurde 2015 vom oberösterreichischen Dachsteingebiet bishin zum Südrand des Attersee aktualisiert.
Hier findet ihr die Beschreibung dazu: Orthofotos auf DORIS
Dort  gibt es auch eine Anleitung wie historische Orthophotos angeschaut werden können.
Allerdings sind die Layer „historische Orthophotos“ und „Quality Orthophotos“ etwas langsam.

Die Auslösung beträgt weiterhin 20 cm.  Die Sonne steht dieses mal ungefähr im Südosten. Der Kontrast zwischen hellen Felsflächen und dunkelen Löcher ist nicht so stark und man kann einen Tick mehr erkennen. Groß ist der Unterschied zu der Vorgängerversion aber nicht.
Dafür sind bei den Aufnahmen mehrere Senken etc. noch mit Schnee verfüllt.

Direktlink auf die Online-Karte

 

 

Forschungswoche

Rückblick zur Forschungswoche im Oktober 2015:

Eine kurze, aber intensive, Forschungswoche ist vorbei. Der Pflichtteil, die JHV konnte relativ schnell abgehandelt werden, das Vorstandsteam bleibt nach jahrelanger Bewährung unverändert, um auch in Zukunft mit modernsten Mitteln forschen zu können wird es auch 2016 Investitionen in Forschungsmittel geben. Ganz besonders erfreulich war, dass ein Großteil der Mitglieder diese Forschungswoche begleiten konnte.
Primäres Forschungsziel war die Aufarbeitung bereits bekannter Löcher im Bereich Angeralm Katastergebiet 1547 bis zum Westeingang der Mammuthöhle. Der Anmarsch erfolgte von der Bergstation der Krippensteinbahn aus, über die im Winter genutzte Angeralm-Skivariante im freien Gelände. Unser erstes Ziel der Drahtseilschacht liegt in der Region des sogenannten Sperrschinkens, direkt am Rand der Skivariante. Entdeckt wurde der ausgeprägte Schachteingang bei einer der Höhlenforscher Schulungswochen des VÖH. Zum Zeitpunkt der Entdeckung war nur ein Abstieg bis ca. 10m Tiefe möglich, der weitere Fortsatz wurde durch einen Eis-Verschluss blockiert. Die relativ milden und schneearmen Winter, und gleichzeitig warmen Sommer, stimmten uns positiv dass die Eisvorkommen mittlerweile zumindest teilweise abgetaut waren. Und so ein Zustieg in die vermutlich darunter liegenden Höhlenteile möglich wäre. Unsere Mühen wurden belohnt und bereits bei der ersten Erkundung konnte ein Abstieg zwischen Fels und Eis ausfindig gemacht werden. Der weitere Verlauf erfolgte in Gängen aus Fels und Eis, zeitweise mussten wir in senkrecht abfallenden Eisröhren abseilen. Ein wahrlich außergewöhnliches Erlebnis selbst für einen erfahrenen Höhlenforscher. So konnten wir bei mehreren Touren bis auf eine ungefähre Tiefe von -65m vordringen. Ein weiterer Fortsatz und Wetterführung lassen auf noch viele spannende Meter Neuland hoffen.
Ein weiteres Highlight wartete am Fuß des sogenannten Sperrschinkens. Bei Skitouren in vorherigen Jahren wurde ein geräumiger „Schneebläser“ mit starkem Luftzug entdeckt. Am Grund des Bläsers konnten jedoch nur kleinste Spalten aus denen starker Luftzug kam, ausfindig gemacht werden. Durch eine Markierung und GPS-Ortung, die wir im Winter angebracht bzw. vorgenommen hatten, konnte die Region im schneefreien Gebiet relativ schnell geortet werden. Ohne große Suche konnte ein Luftzug, der aus Blockmaterial kam, ausgemacht werden. Eine ca. 2h Grabung und Sicherung losen Gerölls eröffnete einen halbwegs geräumigen Höhlengang. Auch hier konnte Ganglänge von rund 30m vermessen werden.
Zu guter Letzt konnte ca. 15 Minuten vom Westausgang Richtung Angeralm entfernt beim Abstieg eine weitere Neuentdeckung gemacht werden. In einer aus mehreren Gängen bestehende Kleinhöhle wurden 35m Ganglänge vermessen, die Vermessung ist damit abgeschlossen.
Weitere Forschungstouren wurden in der Mörkhöhle unternommen, auch hier konnte an früheren Forschungserfolgen angeknüpft werden und neue Gänge vermessen und dokumentiert werden
Zwar wurde das Forschungsziel die bekannten Öffnungen im Bereich Angeralm zuerforschen nicht erreicht, diese müssen auf ihre Erforschung noch etwas warten, ein Erfolg war diese Forschungswoche aber auf alle Fälle. Wir freuen uns schon auf die nächsten Touren in diesen teilweise selbst für uns außer gewöhnlichem Umfeld.

„Karteileiche“ Doppeleingangsschacht

Es war einmal…
Obwohl verdächtige dunkele Flecken auf einem Luftbild gefunden wurden, wurde dieses Objekt erstmal nicht weiter behelligt. Später gelang es mir diesen Ausschnitt auf einem Orthofoto wieder zu finden und dem scheinbaren Schacht eine Koordinate zu zuordnen. Bei einer Oberflächenbegehung mit Uschi auf der Angeralm konnte dann dieser Schacht und ein Nebenschacht gefunden werden.
Wenige Wochen später wurde durch Zufall ein Befahrungsbericht mit Skizze im Internet gefunden, so dass davon ausgegangen werden konnte, dass diese Höhle erforscht ist. Allerdings fanden sich im Kataster keinerlei Hinweise.
Nun wurde diese jahrealte Karteileiche im Rahmen des letzten Herbstforschungswochenende besucht, vermessen und alle katasterrelevanten Daten erfasst, so dass nun einer ordnungsmässen Aufnahme nichts mehr im Wege steht.

Sommerforschungswoche – Teil II

Die zweite Sommerforschungswoche. Doppelt hält besser 😉

Nahtlos ging die FUND-Woche in die zweite Sommerforschungswoche über. Bestes Sonnenschein-Sommerwetter ließ uns die täglichen Aufstiege bis zur Däumelkogelalm nahezu mühelos meistern um die bereits in der ersten Sommerforschungswoche gefundenen Objekte zu befahren und zu vermessen. Auch die Hütte hatte unsere Aufmerksamkeit verdient und wir haben ihr Make-Up etwas aufgefrischt.

(Forschungsbericht leider derzeit nicht verfügbar)

Sommerforschungswoche – Teil I

Die erste Sommerforschungswoche ist nun leider schon wieder vorbei. Wir waren 7 Tage lang sehr produktiv sowohl in der Dachstein Mammuthöhle, als auch auf der Karstoberfläche, unterwegs. Dabei konnten wir einige neue und vielversprechende Objekte finden und anfangen diese zu Bearbeiten.

(Forschungsbericht leider derzeit nicht verfügbar)