Sommerforschungswoche - Teil II

21.8.2011 - 1.9.2011

 

Die zweite Sommerforschungswoche. Doppelt hält besser ;)

 

Nahtlos ging die FUND Woche in die zweite Sommerforschungswoche über. Bestes Sonnenschein-Sommerwetter ließ uns die täglichen Aufstiege bis zur Däumelkogelalm nahezu mühelos meistern um die bereits in der ersten Sommerforschungswoche gefundenen Objekte zu befahren und zu vermessen. Auch die Hütte hatte unsere Aufmerksamkeit verdient und wir haben ihr Make-Up etwas aufgefrischt (Bautagebuch).

 

Team Karl Basislager Jörg Bild 3
 

Höhlenbefahrungen im Bereich Däumelkogelalm:

Erstes vielversprechendes Objekt ist die Blau Himmel Höhle. Nachdem wir den verblockten Eingang etwas befahrungstauglich freigelegt hatten, erschloss sich uns ein enger kaum verblockter mäandrierender Canyon. Dieser erweitert sich über mehrere Abstiegstellen zu einer kleinen Halle. Hier teilt sich die Höhle: am Hallenfuß befindet sich ein Schacht (22m tief) der in den Höhlenteil "Götterdämmerung" geht, an der Nordseite der Halle schließt eine zweite an, dort beginnt der "Rosengarten“. Im weiteren Verlauf der Götterdämmerung folgt ein 40 Meter Schacht. Dort endete unsere Vorstoß in die Ost-West Richtung.

Der Rosengarten setzt sich als zwei enge parallele Canyons weiter fort. Es folgen mehrere Schächte, kleinere Hallen und enge Canyons, die teilweise verblockt sind und im Großen und Ganzen einen „Hauptcanyon“ bilden (Kluft). Ende der Befahrung ist ein 25m tiefer Schacht (Drachenschacht).  

Die Blau Himmel Höhle war bei unseren Forschungen sehr feucht, stetig gab es Tropfwasser und an vielen Stellen ist die Kluft eng (v- bis VI-). Es überwiegt scharfkantiger und sehr scharfkantiger Dachsteinkalk ohne den üblichen Lehm.

Es konnten über 400 Meter Ganglänge bis auf -100 Meter erkundet und vermessen werden.

 

Bild 34 Bild 20

Bergrettungshund von Karl

Bild 17 Am Ende des Rosengartens in der Gaudihalle

Mitten im Canyon

 Abstieg Bild 9 Bild 33 Nagetiergerippe
 Bild 28 Bild 8 Kletterstelle am Resthirnschacht Bild 30 Schlaz

 

Begin der Vermessung der LSFE Höhle in unmittelbarer Nähe zur Blau-Himmel-Höhle. Eine weitere kleine Höhle (Ganglänge: 32m, Niveaudifferenz: 16m) konnten wir vollständig vermessen. Außerdem machten wir eine Oberflächenvermessung im Bereich Mittagskogel-Däumelkogel um die gefundenen Objekte an einander zu hängen.

 

Bild 47 Bild 48 Bild 39 Bild 40 Neuer Schacht

 

 

 

Make-up der Hütte:

Die untere Treppe wurde fachmännisch geschliffen und geölt.  Fensterrahmen ebenfalls und lackiert. Arbeiten an der Außenfassade und dem Vorbau. Mehr dazu in unserem Bautagebuch.


Einbauten Edelweißlabyrinth:

Die Stelle am Abgrund des Grauens ist nun ausreichend für die touristische Befahrung mit mehreren Stahlseilen gesichert. Es fehlen noch zwei weitere kleinere Sicherungen bis zur Spaltenhalle, bei denen die Ankerlöcher teilweise schon gebohrt sind. Außerdem sollen hier und da noch ein paar Trittstifte die Befahrung erleichtern.

 

Soweit so gut. Im Oktober sind wir wieder da!
Glück tief. 

 

Teilnehmer:

Karl Tortschanoff, Jörg Zimmermann, Anika Trotter, Peter Thron, Tina Oertel, Uschi Trotter, Christian Bäuerlein